Zuckerfiguren, im Volksmund auch Zuckerhasen genannt, wurden im 19. Jahrhundert von Konditoren in liebevoller Handarbeit gegossen. Besonders im süddeutschen Raum war diese Süßigkeit weit verbreitet, da sich dort Zuckerraffinerien ansiedelten. Schokolade war seinerzeit sehr teuer und nur schwer zu bekommen. So entstanden einzigartige Zuckerkunstwerke in den Bäckerstuben. Da die meisten Formen Hasen darstellen, spricht man von Zuckerhasen.

In den 1950ern und 60ern wurden die Zuckerhasen dann mehr und mehr vom Schokoladenhasen und dem Schokoladenweihnachtsmann verdrängt, Schokolade wurde billiger und die Schokoladenverarbeitung war weniger aufwändig als die Zuckergießerei. Nur vereinzelt findet man noch Bäcker und Konditoren, sowie einige Bonbonmacher, die noch im Besitz solcher Formen sind und diese zur Herstellung der Zuckerhasen nutzen, denn auch diese Formen werden nicht mehr hergestellt.

In unserem Archiv finden sich Rezepte für Karamellhasen aus dem Jahre 1905.


Wir sind aktuell auf der Suche nach alten Musterkatalogen für Zuckerformen. Wenn Sie uns weiterhelfen können, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.